
So erkennen Sie Fake E-Mails und Nachrichten im Facebook Messenger
In unserer heutigen digitalen Welt ist es leider immer häufiger der Fall, dass wir mit täuschend echten Fake E-Mails oder Facebook Messenger Nachrichten konfrontiert werden. Betrügerische Personen versuchen hierbei, Sie dazu zu bringen, Ihre Kontodaten einzugeben oder Sie auf eine schädliche Website umzuleiten, um eine infizierte Datei herunterzuladen. Dies kann zur Folge haben, dass Ihre Accounts gehackt und übernommen werden oder dass Sie sich einen Virus auf Ihrem Computer einfangen. Im schlimmsten Fall könnte sogar Ihre Festplatte verschlüsselt werden (Ransomware), und Sie müssten Lösegeld zahlen, um wieder Zugang zu Ihren Dateien zu erhalten.
Beispielhafte Fake E-Mails und Nachrichten
Beispiel 1: „Geben Sie Ihre Kontodaten ein“
Hier versuchen die Täter oft, an Ihre Bankkontodaten zu gelangen, indem sie Sie darum bitten, sich einzuloggen. Merken Sie sich: Ihre Bank oder andere Anbieter wie Facebook, Instagram und Co. würden Sie niemals nach Ihren Zugangsdaten fragen!
Beispiel 2: „Bewerber E-Mail mit Anhang“
Ein Kunde berichtete uns von einem Fall, in dem ein Mitarbeiter auf einen Anhang in einer Bewerber-E-Mail geklickt hat, woraufhin ein Virus installiert wurde. Dieser Virus verschlüsselte nicht nur die Festplatte des Computers, sondern auch den kompletten Server.
Beispiel 3: „Ihre Domain läuft ab“
Viele Kunden erhalten angebliche E-Mails von ihrem Hosting-Anbieter, dass ihre Domain ablaufen würde und sie sich einloggen sollen, um dies zu prüfen. Beachten Sie jedoch, dass Hosting-Verträge sowie Domains in der Regel automatisch verlängert werden. Überprüfen Sie also unbedingt, ob es sich tatsächlich um Ihren Hosting-Anbieter handelt.
Beispiel 4: Facebook Messenger „Ihr Account verstößt gegen XYZ“
Immer häufiger erreichen uns Berichte von Kunden, die täuschend echte oder sogar schlecht gefälschte Nachrichten von „Meta“ erhalten, in denen behauptet wird, dass ihr Facebook-Account gegen bestimmte Richtlinien verstoße. Die Nutzer werden aufgefordert, ihren Account zu verifizieren, was sie auf eine unseriöse Website führt. Geben Sie dort Ihre Daten ein, kann Ihr Account gehackt werden.
Beispiel 5: „Sie haben eine Lieferung verpasst“
Häufig erhalten Nutzer auch E-Mails von angeblichen Paketdiensten mit der Information, dass sie eine Lieferung verpasst hätten. Diese E-Mails enthalten oft einen Link, um die Lieferung erneut zu planen. Klicken Sie nicht auf diesen Link, es sei denn, Sie haben tatsächlich ein Paket erwartet und überprüfen Sie die Absenderadresse genau.
Beispiel 6: „Sie haben eine Rechnung zu begleichen“
Vorsicht ist auch bei E-Mails geboten, die behaupten, Sie hätten eine unbezahlte Rechnung. Hierbei wird oft versucht, Sie durch Drohungen und Dringlichkeit unter Druck zu setzen. Überprüfen Sie genau, ob Sie dem Absender Geld schulden, und kontaktieren Sie ihn im Zweifel direkt.
Wie erkenne ich Fake E-Mails oder Nachrichten?
Achten Sie auf die kleinen Details! Unseriöse Absender, Schreibfehler und seltsame Formatierungen können Hinweise auf eine Fake-Nachricht sein. Bei E-Mails werfen Sie einen genauen Blick auf die Absenderadresse. Oft erkennen Sie hier, dass es sich nicht um den echten Absender handelt, sondern um eine Sub-Domain. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Links in der Nachricht eingefügt sind. Überprüfen Sie diese genau und achten Sie darauf, ob der Trick mit der Subdomain angewandt wird oder ob es sich um völlig unseriöse Links handelt, die nichts mit dem angeblichen Absender zu tun haben.
Beispiele für Fake E-Mail Absender und Adressen
- PayPal Service <service@paypal.com.de> – Achten Sie auf zusätzliche Domainendungen
- Amazon Sicherheit <amazon-sicherheit@amazon.com.kundensupport.de> – Der echte Absender würde niemals zwei Domains haben
- Deutsche Bank <info@deutschebank.de.com> – Hier wurde eine zusätzliche Endung hinzugefügt, um es echt wirken zu lassen
Vorsicht bei Links: Überprüfen Sie das wahre Ziel!
Ein häufiges Merkmal von betrügerischen E-Mails und Nachrichten sind manipulierte Links. Diese sehen auf den ersten Blick oft seriös aus, führen jedoch auf schädliche Websites. Um sich davor zu schützen, fahren Sie mit der Maus über den Link, ohne darauf zu klicken. In den meisten E-Mail-Clients und Webbrowsern wird Ihnen dann der echte Ziel-Link in einem kleinen Tooltip angezeigt. Achten Sie genau darauf: Hat der Link etwas mit dem angeblichen Absender zu tun? Stimmt die Domain? Seien Sie besonders misstrauisch, wenn der Link zu einer völlig anderen Website führt, als Sie erwartet hätten, und klicken Sie in solchen Fällen keinesfalls darauf. Diese einfache Überprüfung kann Ihnen helfen, Phishing-Versuche schnell zu erkennen und Ihre persönlichen Informationen sicher zu halten.
Beispiele für Fake URLs
- www.paypal-sicherheit.com – Eine Fälschung, der echte Dienst verwendet .de oder eine andere länderspezifische Endung
- www.amazon-kundendienst.de.com – Auch hier wurde wieder eine zusätzliche Domainendung verwendet
- www.facebook-verifikation.com – Facebook würde niemals externe Websites für Verifizierungen nutzen
Wenn Sie sich unsicher sind, ob eine E-Mail oder eine Nachricht echt ist, senden Sie uns gerne einen Screenshot. Wir prüfen das für Sie und helfen Ihnen, sicher im Netz unterwegs zu sein!
Echte Beispiele

In diesem speziellen Fall konnte nur durch das Überfahren des Links mit der Maus ohne Klick darauf offenbart werden, dass wir es hier mit einem Phishing-Versuch zu tun haben. Die angezeigte URL wich komplett von der in der E-Mail suggerierten Adresse ab, was ein deutliches Indiz für betrügerische Absichten ist.

Auf den ersten Blick mag alles normal erscheinen, aber ein genauer Blick auf den Benutzernamen verrät, dass hier etwas nicht stimmt: Der Name wirkt verdächtig und unnatürlich. Zusätzlich schreit die URL förmlich danach, ein Fake zu sein – ein weiteres alarmierendes Zeichen.

Achten Sie auf kuriose Details in der Nachricht – zum Beispiel steht in diesem Fall das Meta-Logo auf dem Kopf! Das ist ein klares Indiz dafür, dass hier etwas nicht stimmt. Zudem wirkt der Absender unseriös. Bemerkenswert ist auch die Aufforderung, sich einzuloggen, obwohl Sie bereits eingeloggt sind – ansonsten könnten Sie die Nachricht ja gar nicht erst sehen. Dies sind alles Warnsignale, die Sie nicht ignorieren sollten!